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Warum ich Reiseblogs liebe – Gastbeitrag von Celia Martin

Als Schriftstellerin bin ich in einer wirklich guten Position: Ich kann meine Heldinnen auf dem Papier um die Welt reisen lassen. Dabei schwinge ich gefühlsmäßig gerne ein bisschen mit. Ist doch so chic, sich vorzustellen, man selbst sei in Montreal oder Singapur, am Wolfgangsee oder auf Amrum. Gleichzeitig erfordert (nicht nur) dieser Teil der Arbeit mitunter gründliche Recherchen. Wenn sich die Figuren nicht nur im Vorübergehen irgendwo befinden, brauche ich mehr als oberflächliche Beschreibung für die Umgebung, in der ich sie agieren lasse.
 
In meiner kürzlich veröffentlichte Geschichtensammlung „Die schöne Frau im Mond“ und dem Krimi Noir „Von Liebe und Tod“ waren meine Protagonistinnen ziemlich viel unterwegs. Eine Story wie „Mirabellenmund“ schreibt sich bei der Vorstellung an ein Urlaubsparadies mit weißem Sand und Palmen einfach entspannter. Und wenn die beiden taffen Heldinnen Daria und Eve aus „Von Liebe und Tod“ auf der Flucht durch mehrere Länder unterwegs sind, ist nicht nur das Tempo eine Herausforderung für mich, sondern auch solche Fragen, die beantworten, wie sie beispielsweise von Genf nach Graz reisen und wie lange sie dafür benötigen. Ich checke also Verbindungen, Strecken, Zeiten. Dazu kommen noch das Flair, die Atmosphäre vor Ort, die kleinen Besonderheiten, die ich rüberbringen möchte. Klar, dass meine Lieblingsorte ein Dauerabo in meinen Büchern haben. Aber längst nicht alles, was ich beschreibe, kenne ich persönlich. Selbst wenn – Orte, die ich einmal bereist habe, verändern sich ja im Laufe der Zeit. Damit ich alles möglichst anschaulich für meine LeserInnen schildern kann, greife ich häufig auf Reiseblogs zurück.
 
Das ist eine feine Sache, weil ich genau sehe, wie aktuell so ein Beitrag ist und weil diejenigen, die da bloggen, viel persönliches Feeling reinbringen. Manchmal kann ich mich in die Beschreibungen regelrecht reinfallen lassen. Ich sehe ein fernes Land, eine unbekannte Stadt, eine fremde Gegend, durch die Augen der Anderen. Es passiert dann schon mal, dass ich nicht mehr aufhören möchte, mich regelrecht festlese. Dass ich für meine Bücher profitiere, ist dann das Nützliche im Angenehmen.
Da meine Protagonistinnen lesbisch und/oder als Frauenpaar unterwegs sind, hilft es mir nicht nur zur eigenen Information, wenn ich über die allgemeinen Infos hinaus besondere Tipps bekomme. So, wie hier. Ich werde auch in Zukunft recht häufig hier bei Uniqorn vorbeischauen, um mich inspirieren zu lassen und bin sehr gespannt auf die nächsten Reiseziele von Michaela und Candy.
 
In diesem Sinne – blog on around the world
 
Celia Martin schreibt Romane, Krimis und Kurzgeschichten über lesbische Liebe, Lust und Leidenschaft. Zuletzt veröffentlichte sie ihre zweite Kurzgeschichtensammlung „Die schöne Frau im Mond“, den Krimi Noir „Von Liebe und Tod“ über den Roadtrip zweier sehr gegensätzlicher Frauen, sowie das weihnachtliche Geschenkbüchlein „Acht Frauen im Schnee“, in dem die Protagonistinnen der „Lesbisch für Anfängerinnen“-Reihe eine turbulente Vorweihnachstzeit erleben.
 
 
 
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