Portugal

Surfparadis Portugal: Surfen in Lissabon und Umgebung

Im Zuge unseres Lissabon Trips im Sommer, mussten wir natürlich auch surfen gehen und ein paar Surfspots testen. Portugal ist ein Hot-Spot für den Surf Tourismus, liegt zum einem an den wunderbaren Surfstränden, zum anderen auch an der kurzen Distanz für viele Europäer.


 
Das besondere an Portugals Surfküsten ist, dass sie sehr vielfältig sind. Von kleinen Wellen im Sommer für Anfänger bis hin zu grossen massiven Wellen für Profis ist alles dabei. Durch die unzähligen Beach- und Reefbreaks an der über 800 km langen Westküste zwischen Moledo und Sagres gilt Portugal als die wellensicherste Surfregion des Kontinents. Surfen ist in Portugal auch nicht auf eine Jahreszeit begrenzt, im Winter ist Surfen im Süden Portugals zwischen Sagres und Faro am besten, da hier auch noch warme mediterrane Sonnenstrahlen anzutreffen sind. Allerdings ist es wichtig, die Auswahl der Saison dem Surflevel anzupassen. Grundsätzlich gilt: Für Surfanfänger lohnt sich der Sommer und für Fortgeschrittene besonders die Zeit zwischen Oktober und April.


 
Das tolle an Lissabon ist, dass sich hier ein urbanes Flair mit einem Surferlebnis kombinieren lässt. Rund um Lissabon gibt es unzählige Surfspots, die das ganze Jahr über gute Wellenbedingungen aufweisen. Der bekannteste Surfspot in unmittelbarer Nähe ist Costa da Caparica. Diesen Strand testeten wir nicht, da uns gesagt wurde, er wäre eher für Fortgeschrittene. Ob das stimmt können wir leider nicht beurteilen.
 
Carcavelos

Der Strand von Carcavelos ist innerhalb von 20 Minuten mit dem Zug von Lissabon aus erreichbar. Dieser nach Süden ausgerichteter Spots der nördlichen Tejo-Mündung ist ein exzellenter Platz, um im Sommer surfen zu lernen. Eine Privatstunde hat uns lediglich 20€ gekostet und das Surferlebnis war einzigartig. Die Wellen waren zwar etwas kleiner, aber dadurch ist es mir direkt gelungen, am Board aufzustehen. Im Nachhinein haben wir jedoch festgestellt, dass der Surflehrer mir eine ganz eigene Technik fürs Aufstehen gezeigt hat. Ich musste zuerst auf die Knie und danach erst aufstehen. Das kann man nun interpretieren wie man will, aber die Surferfahrung in Ericeira war qualitativ hochwertiger.


 
Ericeira

Die wohl bekanntesten Surfspots in Portugal liegen rund um das Weltsurfreservat Ericeira. Durch den exzellenten Ruf, lockt die Gegend jährlich jede Menge Surf-Touristen an. Trotz des stark angewachsenen Surftourismus hat sich Ericeira seinen typisch portugiesischen Charme aber weitgehend bewahrt und gilt als eines der schönsten Reiseziele, um in Portugal surfen zu gehen. Uns persönlich gefiel die Mentalität der Leute in Ericeira auch viel besser wie die der Menschen in Lissabon oder Carcevelos. In Ericeira selber gibt es unzählige Surfschulen. Wir haben uns für eine Surfschule direkt am Ribeira D’Illhas entschieden.


 
Ribeira D’Illhas ist eines der bekanntesten Reefbreaks rund um Ericeira. Das tolle an diesem Surfspot ist, dass der Parkplatz direkt am Strand ist, und die Surfschule innerhalb von 1. Minute zu Fuss erreichbar ist.
Das Surfen war einsame Spitze. Die Privatstunde war mit ihren 60€ zwar wesentlich teurer als die in Carcavelos, jedoch habe ich auch viel mehr dabei gelernt. Die Wellen waren auch anspruchsvoller und durch die NW-Swells auch gut gelaufen sind. Die Surfschule direkt am Strand ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen, und es war bestimmt nicht mein letzter Surf am Ribeira D’Illhas.


 
Nach dem Surfen lässt es sich in der Beachbar gut chillen oder man setzt sich ins Auto und erkundigt die Spots nördlich von Riberia D’Illhas.


 
Wir haben in Portugal nicht nur surfen gelernt, sondern auch was es bedeutet, am Surfbrett zu stehen. Surfen ist mehr als ein Sport – Surfen ist eine Lebenseinstellung in purer Freiheit. Bist du einmal in diesem Flow gefangen, ist es schwer da wieder rauszukommen, das haben wir gemerkt. Der Urlaub in Portugal war wirklich traumhaft, und wir konnten ein bisschen Surfer Luft schnuppern. Höchstwahrscheinlich wird surfen nun fester Bestandteil in unseren Trips werden.

 


Auch LGBTQ technisch haben wir uns tierisch wohlgefühlt. An Surfspots herrscht eine eigene Atmosphäre, jeder ist mega gechillt und offen. Vielen interessiert deine sexuelle Orientierung schlichtweg garnicht, und wir hatten als Paar absolut keine Probleme.