Portugal

Ein Roadtrip durch Portugal – Teil 1: Porto bis Setúbal

Roadtrip durch Portugal von Porto bis in die Algarve, 14 Tage pures Abenteuer!

 

 

Roadtrip durch Portugal? Wie ätzend, ihr müsst da ja immer woanders Schlafen und wenn ihr Urlaub in Portugal machen wollt, dann fährt doch in die Algarve, da gibts super Resorts…. So war die Reaktion der meisten Leute als wir ihnen von unserem Sommer Urlaubsplan erzählten.

Wir wären ja nicht die Travelling uniqorns, wenn wir es 14 Tage lang an einer Stelle aushalten könnten. Leider ist eine Pauschalreise (wir haben bis heute noch ein Trauma davon) für uns keine Option und obwohl natürlich Leute respektieren, die ihren Urlaub etwas konventioneller verbringen, bedeutet für uns Urlaub zugleich Abenteuer, und so viel wie möglich in der zur Verfügung stehenden Zeit zu sehen.

Dieses Jahr war es Portugal. Wir waren so begeistert von unserem Trip in den Norden letzten Herbst das wir unbedingt zurückwollten.

Portugal ist ein so vielseitiges Land und ist Flugtechnisch wirklich exzellent an Luxemburg angebunden.

 

 

Zur Reiseplanung

Wir setzten uns also eines Abends mit einer guten Flasche Wein zusammen und begannen unseren Trip zu planen. Was wollen wir sehen? Wo wollen wir schlafen? Wie viel Budget steht uns zur Verfügung und welches Mietauto ist die richtige Wahl? Fragen über Fragen,Dank Instagram und diversen anderen Reiseblogs fanden wir relativ schnell unsere Route:

 

Porto – AveiroNazarèFoz do ArelhoPenicheSetubalVila Nova de MilfontesArrifanaSagresSalema – Albufeira – Faro – Lisabon
 
 

Budget

Unser Ziel war nicht mehr als 100 € pro Nacht auszugeben und eine Kombination aus Air BnB, kleine Villas mit Pool sowie Budget Hotel Zimmer. Zugegeben, es hat uns einiges an Energie und sehr viel stöbern auf Booking gekostet, um die perfekten Unterkünfte zu finden, aber in Nachhinein können wir sagen, dass wir bis auf ein oder zwei Blindgänger eine exzellente Wahl getroffen haben.

Verpflegung ist in Portugal ziemlich günstig und bis auf die paar Male wo wir am Pool lagen und selbst gemachte Tapas aßen, gingen wir immer in Restaurants essen.

 

 

Getting around

Unser Capture

Ne Ernsthaft, wir haben uns verliebt in unsere weiße Maus, und können einen Renault Caputre wirklich nur empfehlen. Wir sind mit ihr auf abgelegenen Straßen, durch Strände und in Städte gefahren, und dank des großen Kofferraumes hatten wir die ganze Rückbank frei für unsere Kühlbox und Snacks.

 

 

 

 

 

Tag 1Porto

Gegen 9 Uhr morgens kamen wir in Porto an. Es war bereits unser 2. Mal in Porto und direkt wurden direkt bei Ankunft spürten wir die unfassbare Energie dieser Stadt und wir wussten das wir angekommen sind.

 

über den Dächern von Porto

 

 

 

Mittels unserer Lieblings Fortbewegungsart Uber fuhren wir zu unserem Hotel, Zero Box Lodge.

 

Zero Box Lodge


Die
Beschreibung war nicht übertrieben, es handelt sich tatsächlich um eine winzige Box, die zwar eher an einen Hühnerstall erinnerte als an ein Hotel und es ist absolut nix für Leute mit Klaustrophobie.

Nichtsdestotrotz war es eine coole Erfahrung, das Hotel ist sehr stylisch, die Lage ist perfekt in der Innenstadt und beim Einchecken gabs ne Flasche Bier mit eigenem Hoteldesign.


Wir
kannten bereits einige der Sehenswürdigkeiten und da wir den Start unseres Abenteuers gebührend feiern wollten gings ab in die Mall El Corteluges in Gaia. Auf den Weg dorthin mussten wir den Doro überqueren – die Brücke rüber ist einfach der Wahnsinn und man hat eine Hammer Aussicht.

 

Sucht euch am Flussufer eine der vielen Terassen raus und genehmigt ein einen Sangria, es ist herrlich da. Dieses Mal wollten wir auch unbedingt eine Porto Kellerei von innen sehen, und entschieden uns, Sandeman zu besuchen.

 

 

Was interessant war: Das Sandeman Logo war eines der ersten Corporate Idenditys die es gibt. Abends gingen wir ins Brick, ein super gutes vegetarisches Restaurant und anschließend weiter in diverse Bars um unseren ersten Abend zu feiern.

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 2Aveiro & Nazarè

Morgens machten wir uns auf den Weg, um unsere Perle abzuholen, einen weißen Renault Capure. Unser erster Zwischenstopp auf den Weg nach Nazarè war Aveiro.

 

 

Aveiro


Der
Ort liegt ca. 45 Minuten südlich von Porto die Hauptattraktion sind definitiv die Barcos Moliceiros – bunte Boote, die früher zur Seetang Ernte dienten.

Natürlich mussten wir auch mit so einem Schinakkl mitfahren, allerdings war die Fahrt ziemlich langweilig und die Fahrt voller Touristen. Das kleine Dorf an sich ist wunderschön, leider donnern jedoch alle paar Minuten Reisebusse vorbei, um in Aveiro Halt zu machen.

 

Unser Tipp: spaziert einfach so die Kanäle entlang und fahrt anschließend weiter nach Costa Nova – hier verirren sich die Touristen nicht so oft hin.

 

Costa Nova liegt wie eine Insel an der Südseite des Landstreifens zwischen Lagune und offenem Meer und ist mit dem Auto über eine lange Brücke von Aveiro aus erreichbar.

 

Wunderschöne bunte Strohhäuser prägen die Promenade und vermittelt einem ein direktes Urlaubsgefühl. Wir spazierten am Strand entlang und gönnten uns einen guten Toast Baccalau in einem Strandcafé. Wirklich ein sehr idyllischer Ort!

 

 

 

Nazarè


Man
kennt Nazarè von den Big Waves. Bis zu 30 Meter und höher sind die Wellen, die hier in den Wintermonaten knapp vor der Küste brechen.

Für Big-Wave-Surfer sind die Riesenwellen von Nazaré inzwischen das Nonplusultrahier und nirgendwo sonst werden Höhen-Rekorde gebrochen.

Dass die Wellen in Nazaré so gigantisch werden, hat mit den ganz speziellen geologischen Bedingungen zu tun.Vor der Küste befindet sich der Nazaré Canyon, eine über 230 Kilometer lange Meeresschlucht mit einer Tiefe von bis zu 5000 Metern.

 

 

 

Da wir im Sommer da Waren, war das Meer ruhig und keine Wellen zu sehen. Wir besuchten das Surfer Museum am Leuchtturm und bestaunten die Surfbretter, die dort hingen.Nazarè ist ein sehr süßer Ort, der viele Cafés beheimatet und sogar eine Disco. Wir übernachteten in einem Air BnB nicht weit weg vom Strand.

 

Abends genossen wir den Sonnenuntergang und malten uns aus, wie groß die Wellen wohl werden können im Wintern. Sollten wir Nazarè nochmal besuchen, dann definitiv im Winter, um die Monster Wellen zu sehen.

 

 

 
 
 

Tag 3Foz do Arelho

Nach einem Frühstück am Strand von Nazarè machten wir uns auf den Weg in das 30 Minuten entfernte Foz. Viel zu sagen gibt es über diesen 1.200 Seelen Ort nicht, außer das wir so richtig entspannen konnten. Nach 3 Tagen Reise hatten wir bereits einige Eindrücke in unserem Rucksack und es war an der Zeit, um ein bisschen abzuschalten, die Eindrücke auf uns wirken zu lassen und zu entspannen. Wir fanden die perfekte Unterkunft dafür.

 

Hillside Houses Suites & Spa

Diese Unterkunft können wir zu 1.0000% weiterempfehlen. Noch nie wurden wir so herzlich empfangen. Gelegen auf den Hügeln von Foz bieten diese kleinen Appartements Entspannung pur.

Wir verbrachten den gesamten Tag am Infinity Pool beziehungsweise im Whirlpool. Die nette Gastgeberin zauberte uns am nächsten Tag ein Frühstück, dass kaum zu überbieten ist. Definitiv sein Geld von knapp 102 Euro pro Nacht wert!

 

Abends aßen wir in einem Restaurant direkt am Strand und beobachteten den Sonnenuntergang. Leider hatten wir definitiv die Kälte in der Nacht unterschätzt und fröstelten uns die Zehen ab, beim Nachhauseweg.

 

 

 

 

 
 
 
 

Tag 4 – Peniche


Auf
den nächsten Ort freute eine von uns sich am meisten – Peniche. Nicht nur, dass wir hier ein super geiles Hotel fanden, es war auch die erste Station auf unserer Reise zum Surfen.

Als ich vor ein paar Jahren das erste mal auf dem Surfbrett stand verliebte ich mich direkt in den Sport. Leider bin ich noch blutiger Anfänger und kann nur davon träumen, einmal alleine raus aufs offene Meer zu gehen und die Wellen alleine zu reiten. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg. Nichts desto trotz nutze ich jede Gelegenheit, die sich mir ergibt zum Surfen.

 

 

Ride & Surf

Nachträglich gesehen bereuten wir es, hier nur 1 Nacht gebucht zu haben. Das Ride & Surf ist ein Hotel, dass neben einem Skaterpark, einem Pool und diversen anderen Freizeitaktivitäten auch eine Surf Schule anbietet.

Die Zimmer sind im Rockabilly Pop Art Style eingerichtet und wir waren vom ersten Augenblick an geflasht.

Während die Buchten von Consolação und Baleal zu einem Strandtag einladen, werden die Wellen der Westküste wie die am Strand Praia de Medão Grande, der wegen seiner großen röhrenförmigen Wellen als Supertubos bekannt ist, von Surfern und Bodyboarders aus der ganzen Welt sehr gern aufgesucht.

In einem nationalen Wettbewerb wurde er zu einem der „7 Wunder Portugals“ erkoren. Zusammen mit dem Praia do Lagido ist er Bühne der großen weltweiten Surfmeisterschaft Rip Curl Pro Portugal, ein Wettbewerb, der zur WSLWorld Surf League Tour gehört.Unser Favourite Place in Peniche waren definitiv Kronenförmigen Klippen von Baleal. Wahnsinn, was Mutter Natur alles zaubert.

Ein atemberaubender Ausblick, dass können wir euch sagen.

 

 

 

Danau Beach Bar


Wir
wären ja nicht wir, wenn wir nicht auch noch die beste Strandbar in ganz Portugal oder zumindest in dieser Umgebung, die Danau Beach Bar gefunden hätten. In der Happy Hour gabs 2 zum Preis von einem, für 2 Corona und 2 Aperol Spritz bezahlten wir 7,50 Euro.

 

 

Cantina de Ferrel


Unweit
von Baleal entfernt fanden wir eine ausgezeichnete Pizzeria. Obwohl wir erst gegen 23:00 dort waren, wurden wir bedient und mit leckeren Pizzas verköstigt. Das Lokal sieht ziemlich neu und Hipstar aus, die Preise sind unschlagbar. Aber essen gehen in Portugal ist sicherlich günstiger, als selbst zu kochen.
Wir waren begeistert von dieser Pizza.

 

Surfen in Peniche

Früh morgens ging es endlich los! Ich hatte mir eine private Surfstunde gebucht, da mir persönlich diese viel mehr bringen als Gruppen Unterricht. Mein Surf Instructor Anita, lernte mir, meine Aufregung zu überwinden, und mich zu entspannen.

Ja, leider war ich anfangs ziemlich angespannt, da ich mir vor 3 Wochen den großen Zeh gebrochen habe und nicht wusste, welche Auswirkungen das auf das Surfen hätte. Zum Glück ging aber alles gut und ich stand ein paar der Wellen. Das Meer ist im Vergleich zu Ericeira sehr seicht und sandig.

 

 


 
 
 

Tag 5 – Setúbal & Tróia

 

Schweren Herzens verließen wir nach einer gelungenen Surf Stunde Peniche und reisten weiter Richtung Tróia. Die Reise dorthin dauerte fast 3 Stunden. Vorbei an Lissabon überquerten wir die Ponte Vasco da Gama.

Die Vasco-da-Gama-Brücke ist mit 12,345 km Länge die zweitlängste Brücke in Europa sowie eine der längsten Brücken der Welt, also nichts für Leute mit Höhenangst.

 

Tróia

Die Halbinsel Tróia (Península de Tróia) ist mit einem 13 km langen unberührten Sandstrand, kristallklarem Wasser und Pinien bewaldeten Sanddünen einer der schönsten Küstenstreifen Portugals.

Man hatte den Eindruck als wäre am direkt in der Karibik gelandet. Stundenlang spaziertn wir am Strand entlang und genossen die Landschaft. Leider war es noch etwas zu kalt, um am Strand zu liegen, nichts desto trotz verbrachten wir unvergessliche Stunden, fernab des Massentourismus und der Metropole Setúbal.

 


Tróia Design Hotel


Versteckt
in den Pinienwäldern befand sich dieses Luxus Hotel. Diese Unterkunft war eine der teureren unserer Reise, wir wollten uns aber auch ein bisschen Luxus gönnen, vor allem nach einem anstrengenden Surf Tag. Leider traf das Design Hotel nicht ganz unseren Erwartungen. Wir wurden weder freundlich begrüßt, noch hatten wir das Gefühl, dass wir zwischen all den Schnöseln willkommen waren.

Die Poolanlage war zwar wunderschön, aber das war es auch schon. Anfangs wollte man uns linken, und verfrachtete uns in ein normales Doppelzimmer, obwohl wir das Premium Zimmer gebucht hatten. Wir bekamen zwar am Ende jenes Zimmer, dass wir ursprünglich gebucht hatten, jedoch merkten wir einfach, dass wir uns auf dieser Reise mit kleinere Etablissements oder Appartements viel mehr identifizieren konnten.

 
 

Setúbal

Der grüne Atlantic Ferries Katamaran ist der schnellste Weg von Tróia nach Setúbal. Das Ticket für dahin ist gratis, Retour kostet es jedoch um die 7 Euro.

Im Vorfeld unserer Reise sprachen wir mit einigen unserer portugiesischen Freunde aus Luxembourg und viele empfielen uns unbedingt einen Zwischenstopp in Setúbal. Warum wissen wir bis heute nicht, da die Stadt im Juni ziemlich ausgestorben war, und und auch die Sehenswürdigkeiten nicht flashten.

Vielleicht ist die Situation in der Hauptsaison anders, aber als wir dort waren, waren wir eher gelangweilt.Mitten auf der Promenade dinierten in einem neuen Hipster Restaurant. Das Essen und der Sangria waren herrlich. Obwohl es erst der fünfte Tag unserer Reise war, fühlten wir uns schon richtig wohl in Portugal und genossen jeden Abend eine andere Art der Küche.

Vor allem die günstigen Preise und die regionale Vielfalt hat es uns angetan. Wir probierten jeden Abend einen anderen Wein aus der Region und schnabulierten leckere Desserts als Nachtisch.

 

Teil 2 der Reise gibts bald :)