Griechenland

Rhodos – Unsere erste und letzte Pauschalreise

Zum ersten Mal haben wir uns entschlossen, eine Pauschalreise über ein Lokales Reisebüro nach Rhodos zu buchen. Abflughafen war Frankfurt. Unser Auto parkten wir im “A-PARKING” Frankfurt. Für 11 Tage bezahlten wir 52€. Der Service war top. Bei Ankunft wurden wir sofort mit einem Shuttle zum Flughafen gebracht, das Auto parkte so lange in der Tiefgarage. Auch die Abholung funktionierte reibungslos und unser Shuttle war ca. 15 min nach Erhalt der Koffer bei uns. Wir hatten schon viele Erfahrungen mit diversen Parkhäusern gemacht, aber dieses Parking ist eindeutig das Beste bis jetzt. Wirklich sehr zu empfehlen.

 

Hotel

Sentido Port Royal Villas & Spa

Das Hotel liegt in Kolymbia, zum Strand sind es nur wenige Meter. Im großen und ganzen war das Hotel OK, allerdings in unseren Augen kein 5***** Hotel.

Die Hotelanlage ist ziemlich neu, die Zimmer auch sehr schön und modern eingerichtet. Allerdings mangelt es an den Details. Leider machten wir die Erfahrung, dass Bettwäsche teilweise schmutzig war, und die Armaturen im Badezimmer waren von den starken Putzmitteln ausgeblichen. Was toll an diesem Hotel ist, ist, dass man sich ein All-Inklusive Package für € 30 einfach für einen oder mehrere Tage dazu buchen kann. Die Cocktails und Getränke sind Original, schmecken gut und die Menge ist OK. Allerdings sind die Getränke ohne all Inklusive relativ teuer, weswegen wir auch fast nichts konsumierten.

 

 

Strand

Unser Strand lag direkt vor dem Hotel, im kleinen Ort Kolymbia. Der Strand war wunderschön, klares Wasser und kaum Wellen. Für Mitte Juni empfand ich das Meer zwar ein bisschen zu kalt. Zum Glück hatten wir unsere Luftmatratze dabei. Es lohnt sich auf jeden Fall Schnorcheln zu gehen, und wer keine Go-Pro hat, kann sich auch für ca. 9€ eine Unterwasser Kamera im Souvenir Shop im Ort kaufen. Was uns sehr gefiel war das kleine Container Bistro, hier bekam man direkt am Strand Eis, warme Snacks, sowie Getränke zu vernünftigen Preisen. Ein großes Bier kostete ca. 3€, ein Cola 2€.

 

 

Wir wären auch gerne Jet-Ski gefahren, allerdings kosten ca. 10 min 25€, was wir dann doch zu teuer fanden.

 

Kolymbia

ist ein kleiner, sehr touristischer Ort zwischen Lindos und Faliraki. Die Geschäfte beschränken sich hauptsächlich auf gefälschte Markenprodukte, Souvenirläden und Schmuckläden. Souvenirs sind hier definitive billiger als in Rhodos Stadt, Lindos oder Faliraki, wer also gerne ein paar Seifen, Glücksketten oder Naturprodukte aus Oliven mitnehmen möchte, macht in Kolymbia sicherlich den besten Deal. Abends kann man in eine der vielen Bars gehen, wobei wir die Statues Bar am besten fanden, hier war bis ca. 23:00 Happy Hour– für 5€ bekommt man 2 Cocktails (obwohl man nur 1 bestellt).

 

Taverna Manolis

Sehr zu empfehlen ist die Taverna Manolis. Direkt an der Hauptstraße gelegen, bekommt man hier für wenig Geld exzellentes griechisches Essen und für nur 5€ ½ Liter Hauswein. Da wir am letzten Tag in unserem Hotel kein Essen mehr bekamen, gingen wir mittags hier hin essen. Für uns war es auf jeden Fall ein unbezahlbares Ergebnis, und wir können diese kleine einheimisch geführte Taverne wirklich nur weiterempfehlen!

 

Rhodos Stadt

Am dritten Tag ging es mit dem Bus nach Rhodos Stadt. Der Bus kostet pro Fahrt 3€ und die Haltestelle befand sich ca. 200 m vor unserem Hotel weg. Die Altstadt ist auf jeden Fall sehenswert. Die Stadtmauern ragen majestätisch um die kleinen Gässchen und Läden. In der Altstadt selber gibt es viele verschiedene Souvenirläden (dieselben wie in Kolymbia nur teurer) und einige gute Tavernen und Gastgärten. Der Rest von Rhodos Stadt ist nicht wirklich sehenswert. Geprägt von Kaffees und Geschäften, und vielen rasenden Griechen, die keine Rücksicht auf Fußgänger nehmen.

 

 

Die Altstadt war definitive das Highlight unseres Rhodos – Stadt Trips

 

Faliraki

unserem All-Inclusive Package) noch nach Faliraki auszugehen. Mit dem Taxi waren wir in ca. 20 min dort, Preis lag bei € 20. In Faliraki befindet sich eine Bar nach der anderen, und die Kellner stehen schon in der Straße, um Leute mit “buy one get one free” Angeboten herein zu locken. Wir waren in insgesamt 2 oder 4 verschiedenen Bars und einer Disco. Die Disco war wirklich cool, für 5€ Eintritt bekam man 1 Getränk gratis. Musik war auch nicht schlecht. Faliraki ist abends auf jeden Fall ein Highlight, allerdings hätte ich es keine 11 Tage in diesem Ort ausgehalten, da es doch sehr krass touristisch angehaucht ist.

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Roadtrip in den Süden

Am Montag entschlossen wir uns einen Mietwagen zu mieten und die Insel zu erforschen. Ausgestattet mit unserem Marco Polo Reiseführer düsten wir 70 km in den Süden, bis nach Prasonisi, der südlichsten Spitze Rhodos, dort wo das Ägäische Meer auf das Mittelmeer trifft.

 

Wirklich ein cooler Ort, allerdings nicht zum Baden geeignet, da der Strand sehr verschmutzt ist.

Von Prasonisi aus ging es weiter Richtung Lindos, vorher machten wir aber noch einen Zwischenstopp am Mojito Beach nahe Gennadi. Hier brauchen wir nicht viel dazu sagen außer: Top Lage, Top Strand, Top Cocktails. Schade das dieser Strand so weit von unserem Hotel weg war.

 

 

Unser letzter Stopp war Lindos. Kurz vor der Stadt kann man bereits die Akropolis erkennen und man hat einen wunderbaren Ausblick auf das gesamte Dorf.

 

 

Wir hatten hierfür 5 Stunden eingeplant, allerdings hatten wir nach 30 min schon das komplette Dorf gesehen. Die keinen Gässchen und Cafés wirken wie aus einer längst vergangenen Zeit. Wir haben 2 Cafés besucht, wobei wir hier das Captains House noch einmal genauer erwähnen müssen: Das Captains House liegt mitten in Lindos und Bier wird hier im geeisten Glas serviert. Der Besitzer zeigte uns sogar den großen Raum, hinter dem eigentlichen Sitzbereich. Sehr schön erhalten, und für einen kurzen Augenblick fühlt man sich ins 18. Jhdt. zurückversetzt. Wir verbrachten einige Stunden dort, redeten mit dem Besitzer über die aktuelle politische Situation und über gutes griechisches Bier. Zur Krönung des Tages gingen wir noch in ein Italienisches Restaurant namens Gatto Blanco. Der Preis war etwas zu hoch für Pizza, aber wenigstens war sie sehr gut, und zum Schluss gab es auch noch einen Limoncello aufs Haus.

 

Hätten wir nicht diese unangenehme Situation am Flughafen gehabt (uns wurde insg. 60€ für Übergepäck verrechnet, lange Geschichte) würden wir eventuell noch einmal zurück kommen, um in dieser Taverne zu essen, ansonsten aber ist die Insel unserer Meinung nach zu touristisch und man merkt teilweise die Profitgier der Hotels. Es war auf jeden Fall ein sehr schöner Urlaub, aber 11 Tage Strandurlaub ohne Aktion ist doch eher nicht so das Wahre für uns. Da wir es aber nach unserem Italien Abenteuer letztes Jahr etwas ruhiger und gechillter angehen wollten, haben wir uns hierfür entschieden. Wir sind um eine Erfahrung reicher und werden bei unseren nächsten Reisen wieder mehr darauf achten, verschiedene Plätze zu sehen.

 

 

No Scene! Wir haben uns zwar informiert, aber wirklich was gefunden (außer einer Sauna und einem schwulen Lokal) haben wir leider nicht. War aber auch nicht Ziel unseres Urlaubes, deswegen fanden wir diese Tatsache nicht so schlimm.