Südafrika

Kapstadt – der südlichste Zipfel Afrikas

Für Kapstadt habe ich nur ein einziges Wort: unglaublich. Noch nie wurde ich von einer Stadt oder einem Land generell so geflashed und überwältigt. Ich könnte euch stundenlang erzählen wie wunderbar diese Stadt und die Umgebung ist, wie toll und freundlich die Leute sind und wie angenehm es ist, hier Urlaub zu machen. Fakt ist, dass Kapstadt wirklich eine Stadt ist, in der wir uns vorstellen könnten zu Leben. Natürlich würden wir hier wahrscheinlich nichts gebacken bekommen, da wir andauernd von Taxifahrern, Kaffee Verkäufern, etc. in Gespräche verwickelt werden würden, aber wir würden höchstwahrscheinlich ein sehr gechilltes Leben führen.

 

Wo soll ich hier nur anfangen….

Vorab würde ich empfehlen, eine lokale Simkarte am Flughafen zu besorgen. Es gibt auch welche nur mit Datenvolumen, aber um Taxis zu rufen ist es jedoch besser, auch ein bisschen Guthaben zu haben.

 

Taxi fahren ist in Kapstadt relativ einfach und sicher. Die Preise sind sehr günstig. Für eine 30 min Fahrt zum Flughafen zahlt man ungefähr 200 RAND (ca 15€). Taxis kann man entweder per Telefon oder per UBER App rufen. Taxifahrer sind sehr gesprächig und haben immer ein paar Ausflugtipps parat.

 

Sightseeing

Kap der guten Hoffnung

ein Muss! Auch wenn viele Leute davon abraten (aus unverständlichen Gründen) ist das Kap auf jeden Fall sein Geld wert. Wir haben uns in Simonstown einen Taxifahrer organisiert. Steven war ca. 70 Jahre alt und hat über 20 Jahre im Naturpark des Kaps gearbeitet, er kannte sich unfassbar gut aus. Steven war einer dieser Kerle, die man sein ganzes Leben in Erinnerung behält: lustig, lebensfroh und absolut begeistert von seinem Land. Auf dem Weg zum Kap haben wir so viele interessante Dinge über die Landschaft, Flora & Fauna sowie die Mentalität der Leute gelernt. Das Kap ist lediglich via Auto oder Bus (keine öffentlichen Verkehrsmittel) erreichbar. Zu Fuss ist es unmöglich, da man direkt ins Naturschutzgebiet fahren muss. Eintritt ist um die 125 RAND pro Person. Am Ende angekommen, hat man die Möglichkeit ca 2h bis zum südlichsten Punkt zu wandern, oder direkt die Treppen (ca 20 min) hochzugehen, zum Leuchtturm. Der Ausblick ist grandios. Rechts der Atlantik, links der Indische Ozean. Auf den Weg nach oben ist jedoch Vorsicht geboten: immer wieder begegnet man den sogenannte Baboons (Paviane). Sie sind harmlos, jedoch sollte man ihnen nicht zu nahe kommen, bzw. etwas füttern.

 

Simonstown & Boulders Beach

Pinguine in der freien Natur sehen? Dann ab zum Boulders Beach. Von Kapstadt aus ist es ca. 1h mit dem Zug entfernt, von Simonstown aus geht man noch etwa 20min. In Simonstown selber gibt es mehrere Möglichkeiten um gut zu essen, am Wochenende finden hier auch immer wieder lokale Märkte statt. Boulders Beach kostet in Etwa 10€, ist aber auf jeden Fall sehenswert. Auch wenn das Resort sehr von Touristen überschwemmt wird, sollte man sich die Pinguine jedoch nicht entgehen lassen.

 

Table Mountain

der Table Mountain mit dem Lions Head ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Kapstadt. Zu erreichen ist der Table Mountain entweder mit dem Hop on Hop off Bus, Citybus oder Taxi. Weiter geht’s dann mit dem Cable Car bis Hoch zum Gipfel. Achtung: Bei Wind darf man nicht hoch. Eine alternative ist natürlich noch immer, zu Fuss hochzugehen, aber davon würden wir abraten, da die Gefahr besteht, einer Schlange zu begegnen. Die Aussicht ist jedoch auch von der Talstation überwältigend.

 

Sea Point

Sea Point ist eine wunderschöne Gegend mit bunten Häusern, kleinen Geschäften und einer schönen Promenade. Bis vor Aufhebung der Apartheit war das Gebiet hauptsächlich von Weissen bewohnt.

 

Waterfront

Die Waterfront ist das ehemalige Hafengebiet Kapstadt. Leider etwas überlaufen mit Touristen, aber eine wirklich sehr schöne Promenade zum Spazieren.

 

 

 

Weintour

Natürlich sollte man, wenn man schon mal in Südafrika ist, unbedingt eine Weintour machen. Es gibt verschiedene Anbieter, die diese anbieten, aber ich würde euch dringend raten, selber eine zu organisieren und einen Taxifahrer für einen Tag (zwischen 50-70€) zu mieten, denn das Erlebnis ist viel authentischer und man muss nicht andauernd auf andere Leute warten bzw. sich nach ihnen richten.

Constania

Dieses Weingut ist sehr touristisch. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass der Hop on Hop Off Bus hier stehen bleibt. Wir hatten trotzdem eine wunderbare Zeit. Die Sommelière war super nett und wir wurden ausgezeichnet beraten. Wein testen in Südafrika ist relativ günstig, so bekommt man 5 Gläser für ca. 70 RAND. Leider gab es keine Sitzmöglichkeiten, was nach dem ein oder anderem Glas wirklich von Nöten gewesen wäre. Als kleines Zuckerl durften wir jedoch unser Glas behalten.

 

Stellenbosch

Für alle die Stellenbosch nicht kennen, hierbei handelt sich um das Herzstück der Südafrikanischen Weingegend. Der berühmte Pinotage kommt aus dieser Gegend. Wir haben einige Weingüter getestet, hier unsere 3 Favoriten:

 

Asara

hier wurden wir wie Prinzessinnen behandelt. Zugegebenermassen waren wir auch ziemlich von der schönen Ambiente geflasht. Die Weine waren wirklich gut und Preiswert. Verkostung kostete uns 50 RAND. Sehr zu empfehlen ist der Sauvignon Blac und der Pinotage Rose.

 

Beyerskloof

the home oft he pinotage – dieser Slogan macht dem Weingut alle Ehre. Der angebotene Pinotage ist der beste, den wir jemals hatten. Nicht nur Pinotage kann man hier gut trinken, sondern im hauseigenen Restaurant wird man auch noch gut verköstigt. Zu empfehlen ist der Pinotage Burger!

 

Kanonkop Estate

Unsere lustigste Verkostung ever. Wir mussten nichts bezahlen, da wir anscheinend wie eine Reality TV Show wirkten. Das Angebot dieses Weingutes ist ausschliesslich Rotwein. Im Sortiment ist zum Glück auch ein ausgezeichneter Rose. Die Location ist zwar etwas abgelegen aber das Personal einfach nur göttlich.

 

Essen & trinken

Essen & Trinken kann man in Kapstadt überall sehr gut. Unsere Favoriten liegen im Zentrum von Kapstadt, in der Partymeile „LONG STREET“. Hier reiht sich ein Pub nach dem Anderen. Preise sind absolut nicht mit Europa vergleichbar, eine Flasche Wein in einem Club kostet umgerechnet nicht einmal 20€. Viele Pubs bieten an bestimmten Tagen auch free Beer Pong an. Langweilig wird es einem hier nicht, und die Partyplaces spielen auch teilweise ganz unterschiedliche Musik, somit ist für jeden Geschmack etwas dabei.

 

 

Zum Thema Unsicherheit… Mehrmals wurden wir bereits angesprochen ob wir uns als 2 Frauen sicher fühlten. Dies können wir nur mit ja beantworten, wir hatten absolut keine Probleme. Natürlich sollte man Townships vermeiden, oder nicht unbedingt abends mit dem Zug fahren, aber ansonsten besteht kein Grund zu Angst.

 

Sufen

Ein Must in Kapstadt ist natürlich das Surfen. Gesurft wird immer und überall. Egal ob Atlantik oder Indischer Ozean. Ein super Strand zum Surfen ist Muizenburg Beach, ca 30 min vom Stadtzentrum entfernt.  Er liegt in der False Bay (Indischer Ozean) und ist ein beliebtes Ziel bei Surfern. Auch für Anfänger geeignet.

 

Der Bericht hier könnte noch über Seiten dauern, so viele Eindrücke haben wir in Südafrika gewonnen. Es ist wirklich einer der schönsten Plätze auf der Erde. Obwohl viele Leute hier vergleichbar arm leben, haben sie die Lebensfreude nicht verloren und erfreuen sich an den kleinen Dingen des Lebens. Diese Mentalität ist einfach nur bewundernswert und verschiedene Sachen sieht man definitiv anders nach der Rückkehr nach Europa. Es war wirklich eine der interessantesten Reisen bis dato für uns, wir wurden überall total gut aufgenommen und akzeptiert.

 

 

Lesben Szene haben wir leider keine wirkliche gefunden. Es gibt zwar eine jährliche Pride und Homosexualität ist weitgehend akzeptiert aber 2 Frauen sind definitiv akzeptierter als 2 Männer.

 

Hier gehts zum Video von unserer Reise