Deutschland

Hamburg – die Perle des Nordens Willkommen in der geilsten Stadt Deutschlands

Mal ehrlich, habt ihr euch nicht auch schon gefragt was HH eigentlich bedeutet? Hohes Hamburg? Hammer Hamburg? Ok, wir lösen das Rätsel auf: HH bedeutet Hansestadt Hamburg. „Hanse“ war im Mittelalter ein Bündnis von Kaufleuten, sie vertrat die Interessen der Mitglieder in wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Fragestellungen. Vor allem das Transportwesen zur See wurde durch die Hanse gefördert, und somit erlangten Hansestädte wie Hamburg durch den Freihandel und tüchtige Kaufleute ab dem Mittelalter Wohlstand.
Aber genug von der Geschichte, kommen wir doch zur Geografie: Hamburg liegt an der Elbe, ca. 100 km von der Nordseemündung entfernt und umfasst zurzeit (Stand 2018) eine Bevölkerung von 1,8 Mio. Einwohner.
 


 
Hamburg ist eine der coolsten Städte in denen wir bisher waren. Warum? Gute Frage. Zum einem kann man sich kleiden wie man will, man bekommt zu jeder Tages & Nacht-Zeit gutes Essen & Trinken, die Leute sind super freundlich und es ist praktisch alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Nicht zu vergessen, die netten Verkäufer im Kiosk die direkt nach jedem Bier Kauf fragen, ob sie es auch noch für einem öffnen sollen, super sympathisch.
 

 
Allein schon über Hamburg zu schreiben erweckt in uns dieses Fernweh nach einer unfassbar geilen Stadt (verzeiht uns den Ausdruck).

 

 

So viel zu sehen, aber wo fängt man an?

Die Frage ist nicht wo, sondern worauf hat man Bock? Wo gehe ich hin ist definitiv die falsche Frage, macht euch zuerst Gedanken worauf ihr Lust habt, seit euch versichert, in Hamburg findet ihr es! Vorab möchten wir euch eine ziemlich coole Webseite mit allen möglichen Insider Tipps vorstellen, es lohnt sich alle Male hier einen Blick drauf zu werfen.

 
 
 
Ein gechillter Tag in Hamburg startet im Schanzenviertel

Am besten lässt ihr den morgen in einen der guten Frühstücks oder Brunch Lokale im Schanzenviertel beginnen. Auswahl gibt es genug, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wir können euch Café Kostbar in der Susannenstraße 36 sowie Frank und Frei in der Schanzenstrasse 93 empfehlen.

Das Schanzenviertel wird immer beliebter bei jung & alt, nicht zuletzt durch den Hipster Flair und der Street Art. Klassische Paste-Ups, Kacheln und Schablonen finden sich hier genauso wie auffällige Styrocuts. Viele coole Cafés und Bars haben sich hier und im benachbarten Karoviertel angesiedelt.

Bei gutem Wetter lässt es sich auch angenehm im Schanzenpark in der Nähe der U-Bahn Station chillen. Im Sommer findet sich hier auch ein Open-Air Kino.


 
 
 
Weiter geht’s zu den Landungsbrücken…

Anschließend empfehlen wir euch, in die U3 Richtung Barmbek zu steigen und bis zu den Landungsbrücken zu fahren. Nun befindet ihr euch im Stadtteil St. Pauli.
 


 
Die Landungsbrücken dienen als Anlagestelle für Fahrgastschiffe (u.a. auch den Schiffen zu den Musicals, Hafenrundfahrt etc…) und befinden sich zwischen Niederhafen und dem Fischmarkt an der Elbe.
 

 
Hier könnt ihr entweder eine der vielen Hafenrundfahrten machen (wobei wir euch eher zu einer Containerrundfahrt raten würden) oder durch den alten Elbtunnel gehen, welcher kostenfrei das ganze Jahr über zu besichtigen ist.
 
 
 
Ein Spaziergang an der Elbe hat noch niemanden geschadet…

Wenn das Wetter gut ist, bietet sich auch ein Spaziergang in Richtung Hamburg Cruise Center Altona, hier könnt ihr super entlang der Elbe verschiedene Perlen Hamburgs bzw. dem Stadtteil Altona entdecken.


 
Vorbei an dem Fischmarkt, könnt ihr die Köhlbrandtreppe bewundern. Danach geht’s weiter zum Holzhafen und zum Cruise Center.

 


 
Normalerweise wird das Cruise Center dazu verwendet, Passagiere von Kreuzfahrtschiffen abzufertigen, als wir jedoch da waren, war dort gerade ein Super Sale und es wurde kurzerhand zu einem Outlet um fungiert.

Den geh-begeisterten unter euch würden wir vorschlagen, zu Fuß ca. 1,5 km lang zur Reeperbahn zu spazieren. Die Reeperbahn muss man einmal bei Tag und einmal bei Nacht gesehen haben – umsonst heißt es nicht ein Unterschied wie Tag und Nacht… vielleicht kommt diese Redenswendung ja wirklich aus Hamburg und bezieht sich auf die Reeperbahn.


 
 
 
Die Reeperbahn, der schlechte Ruf trübt…

Folgt ihr unserer Wegbeschreibung kommt ihr am Beatles Platz raus. Die Beatles haben in Hamburg den Grundstein ihrer Weltkarriere gelegt. Am 17.08.1960 traten die Beatles zum ersten Mal auf die Bühne im Indra in der großen Freiheit. 48 Mal traten die Beatles im „Indra“ auf, das damals vor allem von Prostituierten und ihren Kunden frequentiert wurde, bevor der Club wegen Lärmbeschwerden der Nachbarn geschlossen werden muss. Danach noch im Kaiserkeller, Top Ten Club und im Star Club.

Der Kiez ist und bleibt Hamburgs Vergnügungsviertel Nummer 1. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Tabledance-Bars, Discos, Studentenclubs, Sexshops, Pubs, Theater, Peepshows etc, alles ist dabei, sogar eine Polizeiwache, die berühmte Davidwache.
 

 

Aber Achtung: Liebe Frauen haltet euch von der Herbertstraße, der Prostitutionsstraße in Hamburg fern, leider ist Frauen hier der Zutritt verboten.
 


 
Unsere Lieblingskneipe auf der Reeperbahn ist die Alte Liebe, hier erlebten wir schon ein paar geile Konzerte und die Getränke sind super kalt.
 

 
Kleiner Tipp: Wenn ihr im Winter da seid, müsst ihr unbedingt den Santa Pauli Weihnachtsmarkt besuchen. Statt Kerzen werden hier Dildos verkauft, und statt Nikolaus gibt’s Stripperinnen!

Gegessen haben wir auch schon ein paar Mal auf der Reeperbahn, allerdings würden wir euch das benachbarte Schanzenviertel nahelegen, leider hatten wir bis dato noch keine wirklich leckere Erfahrung mit dem Essen auf dem Kiez gemacht. Dem schlechten Ruf wird die Reeperbahn jedoch nicht gerecht. Klar muss man abends schon mal aufpassen, und Leute sind ziemlich betrunken und benehmen sich teilweise asozial (hauptsächlich jedoch sind das meistens die Touristen) jedoch versprüht der Kiez immer noch seinen Cham und wir fühlen uns als queeres Paar total wohl und werden überall (außer in der Herbertstraße) mit offenen Armen empfangen.

 

 
 
Von St. Pauli aus in Richtung HafenCity & Speicherstadt…

Der Absolute Kontrast zu St. Pauli ist die neue Hafencity. Am besten nehmt ihr die U3 von St. Pauli aus zum Baumwall. Am Baumwall befindet sich die neu gebaute Elbphilharmonie.
 


 
Die Elbphilharmonie sieht wirklich ziemlich spacig aus und man muss schon 2x hingucken um dieses Bild zu verarbeiten. Die Elphi wurde auf dem früheren Kaiserspeicher A gebaut. Neben den Konzertsälen befinden sich auf ein paar Eigentumswohnungen in diesem Komplex, Kaufpreis bis zu 10 Mio. € – ein Schnäppchen also.
 
Von der Elbphilharmonie aus geht’s geradeaus weiter in die neue HafenCity. Auch hier liegen die Wohnungspreise weit über dem restlichen Durchschnitt, dafür wohnt man aber extrem schön. Hamburgs jüngster Stadtteil entwickelt sich zu einem sehr beliebten Viertel in Hamburg. Neben Wohnungen, Einkaufszentren und einem Kino wurde sogar die neue U4 kürzlich in Betrieb genommen, die die HafenCity mit den restlichen Stadtteilen verbindet.
 
Vom der HafenCity vorbei am neuen Kühne + Nagel Gebäude geht’s in die Speicherstadt. Wie der Name bereits erahnen lässt, dienten diese Gebäudekomplexe früher als Speicher.
 

 

Die Speicherstadt ist das größte Lagerhausensemble der Welt und wurde zwischen 1883 – 1928 errichtet. Baugrund war der Freihafen Hamburg, somit konnten die Kaufleute mit ihren Waren ohne Belastung von Zöllen handeln.
Mittlerweile werden in den rissigen Speichern aber keine Getreide und andere Waren gelagert, sondern sind entweder zu Teppich – Läger, Museen oder Restaurants um fungiert worden.


 

Wer mal in der Speicherstadt gut essen gehen möchte, und so einen Lagerkomplex von innen sehen möchte, sollte das Vlet besuchen. Die Preise sind zwar gehobener, aber das Essen ist jeden Cent wert!

 
 
 
 
Next Stop – St. Georg, dass queere Viertel Hamburgs

St. Georg liegt nur unweit vom Hamburger Bahnhof entfernt und ist das Szenen – Viertel Hamburgs. Vorab muss jedoch gesagt werden, dass wir Hamburg als sehr liberal empfanden, und dadurch nicht direkt auf eine Szene angewiesen waren. Als wir vor einigen Jahren auf der Winterpride waren, kamen wir das erste Mal mit St. Georg in Berührung und fühlten uns sofort pudelwohl. Vor allem in den Straßen um die Lange Reihe finden sich zahlreiche Cafés und Boutiquen aus der Szene. Dreh- und Angelpunkt ist das Café Gnosa, Lange Reihe 69. Hier erfährt man tagsüber, was abends und nachts auf dem Programm steht.

 

 
 

Hier gibt’s wirklich nicht viel zu sagen ausser das Hamburg mega tolerant ist. Man sieht auch relativ viele queere Paare händehaltend rumgehen und es ist einfach für niemanden eine große Sache! Wirklich sehr lobenswert und angenehm. Hamburg ist eine der wenigen Städte, in der wir uns nicht einmal eine Sekunde Gedanken darüber gemacht haben, ob wir nun „offen“ miteinander umgehen können oder nicht.
Hamburg ist nicht nur eine außergewöhnliche Stadt sondern auch ein super Reiseziel für LGBTQ Menschen!