Deutschland

Frankfurt am Main – Finanzstadt mit einer außergewöhnlichen Skyline

Frankfurt am Main – einer der bedeutsamsten Finanzplätze in Europa liegt im Westen von Deutschland. Mehr als den Flughafen Frankfurt kannten wir bis dato nicht. Obwohl wir nur ca. 2 Stunden von Frankfurt entfernt wohnen, ist es uns noch nie gelungen, die Stadt zu erkunden. Die örtlichen Touristen-Office stellte uns die Frankfurt Card für 2 Tage zur Verfügung, welche es uns ermöglichte, die öffentlichen Verkehrsmittel gratis zu benutzen. Zum Glück hatten wir die, ansonsten hätten wir wirklich sehr viel für Fehlfahrten zahlen müssen, da das örtliche U-Bahn System relativ kompliziert erklärt ist. In keiner Stadt haben wir uns bis dato so oft verfahren wie in Frankfurt. Vielleicht lag es ja an uns, aber wir haben uns wirklich in Großstätten wie Shanghai oder New York wesentlich besser zurecht gefunden.

 
 

Hotel

Abgestiegen sind wir eine Nacht lang im Hotel Innside Ostend, ein Hotel der Melia Gruppe. Die Lage des Hotels ist wirklich ausgezeichnet, mit der Straßenbahn erreicht man die Innenstadt in ca. 15 min. Das Innside Ostend ist relativ neu, die Zimmer sind sauber, gepflegt und sehr einladend. Zu erwähnen ist, dass dieses Hotel 2 Zimmer Kategorien anbietet: Innside Premium Room & Innside Zimmer. Durch eine Kooperation mit dem Hotel wurde uns 1 Nacht in einem Innside Premium Room zur Verfügung gestellt. Das Hotel glänzt durch modernes Design und Professionalität. An der Rezeption werden mindestens 3 Sprachen gesprochen, das Personal ist kompetent und super LGBTQ friendly. Die Zimmer an sich sind geräumig und bieten neben einer Couch, einer gratis Minibar auch eine Caffè Maschine. Die Hotel interne Bar lädt morgens zum ausgiebigen Frühstücken ein und abends verwandelt sie sich in eine schicke cozy Bar, die sowohl von Hotelgästen als auch von Locals genutzt wird.

Das Hotel bietet seinen Gästen auch eine unterirdische Parkmöglichkeit, was in vielen Großstädten – Hotels heutzutage Mangelware ist.


 
 

Die Stadt an sich…

Wir fuhren nach Frankfurt, um den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Der Weihnachtsmarkt in Frankfurt zieht sich durch die gesamte Altstadt und die Kulissen von Römerberg und Paulsplatz tragen zu einer sehr schönen Aufmachung bei.


 

Natürlich machten wir uns auf die Suche nach dem besten Glühwein in Frankfurt. Laut diversen Portalen ist der beste Glühwein beim „Glühwein Dealer“ zu finden. Und tatsächlich, dieser Glühwein ist im Vergleich zu den anderen Glühweinen in Frankfurt wirklich am besten – aber nur in Frankfurt. Unseren bis dato favourite Glühwein trinkt man in einem kleinen Café in Trier, vor dem Weihnachtsmarkt, aber dies ist eine andere Geschichte.

Unser persönliches Highlight war jedoch der Pink Christmas Market am Friedrich Stoltze Platz, organisiert von den Schwul-Lesbischen Vereinen in Frankfurt. Erreichbar ist dieser mittels öffentlicher Verkehrsmittel, Haltestelle Hauptwache. Was bemerkenswert in Frankfurt ist, ist die Tatsache, dass jeder Glühweinstand mindestens einen Glühwein mit Apfel anbietet – scheint wohl eine saisonale Spezialität am Main zu sein.


 
 

Die Sehenswürdigkeiten in Frankfurt sind schnell besichtigt.


 
Neben dem Römer (Rathaus der Stadt Frankfurt), er Pauluskirche und natürlich der Altstadt ist der Eiserner Steg einer unserer Favoriten. Der im Jahre 1868 erbaute Fußgängerübergang über den Main ist wahrlich eine Touristen Attraktion und bietet einen wunderbaren Ausblick über beide Seiten der Stadt. Die Brücke ist natürlich voll mit diversen Liebes-Schlössern, weswegen sie vor allem bei verliebten Paaren ein beliebtes Ziel ist.

 
 
 
Essen & Trinken

 

Neben dem Weihnachtsmarkt Essen wollten wir aber auch die guten Restaurants in Frankfurt kennenlernen. Nach einer ausgiebigen Shoppingtour auf der Zeil waren wir sehr hungrig.

 

Toh Thong

Düsseldorfer Str. 22

Nach unzähligen Rezessionen und Blogs kamen wir auf das Toh Thong. Ein kleines aber feines thailändisches Restaurant, unweit vom Bahnhof entfernt. Dieser Laden ist wahrhaftig ein Geheimtipp: die Menüs werden in der offenen Küche frisch zubereitet und sind himmlisch. Der nette Kellner war sehr zuvorkommend und wir verbrachten einen wunderbaren Abend. Für alle Thai Liebhaber ist dies bestimmt die beste Adresse um in Frankfurt thailändisch essen zu gehen.

 
 
Nightlife

Wirklich viel vom Frankfurter Nachtleben haben wir nicht gesehen, da wir ehrlichgesagt von verschiedenen betrunkenen Menschen in der U-Bahn oder auf den Straßen sehr schockiert waren. Noch nie zuvor waren wir in einer Stadt, in der das Ausmaß des Alkoholkonsums so zum Vorschein kam. Vielleicht lag es an der Weihnachstszeit, aber die Leute in Frankfurt scheinen hemmungslos zu sein, was den öffentlichen Konsum an Alkohol angeht.

Nichts desto trotz testeten wir neben unserer exzellenten Hotel-Bar auch einen kleinen Laden neben dem Innside Ostend.


 
 

Jesse James

Hanauer Landstraße 83

In dieser ehemaligen Bank lässt es sich gut feiern sowie speisen. Obwohl wir uns mit unseren Hoodies und Jeans relativ underdressed vorkamen, wurden wir freundlichst bedient. Die Cocktails schmeckten einwandfrei und die Musik war auch voll unser Geschmack. Die Bar wirkt auf den ersten Eindruck relativ schick, das Publikum ist zwischen 25-35 Jahren und schick angezogen.

Benannt nacheinem der bekanntesten Banditen im wilden Westen ist Jesse James für einen gemütlichen Samstagabend Snack oder Drink die richtige Adresse.

 
 
 

 

Obwohl wir uns mit der Stadt Frankfurt nicht wirklich identifizieren konnten, haben wir uns dennoch als gleichgeschlechtliches Paar sehr wohl gefühlt. Die Leute hier scheinen sehr offen zu sein, und auch im Hotel wurden wir herzlichst empfangen. Leider konnten wir jedoch keine Lesben Bar finden, aber wie in vielen andere Großstädten sterben diese wohl aus. Uns würde es persönlich nicht direkt nach Frankfurt zurück ziehen, obwohl die Stadt eine gute LGBTQ Atmosphäre aufweist, außer vielleicht zur jährlichen CSD. Im großen und ganzen sind wir froh, die Stadt gesehen zu haben, jedoch haben uns andere deutsche Städte wie zB. Hamburg, Trier oder Köln wesentlich mehr überzeugt.